Aktuelle Veranstaltungen 2018

Juli

 

 

 Zum 85. Geburtstag Brigitte Reimanns

„Die Frau am Pranger“

Die Freundin Irmgard Weinhofen, Berlin, erzählt von ersten literarischen Erfolg der Schriftstellerin

Samstag 21. Juli 2018, 14 Uhr, Brigitte Reimann- Begegnungsstätte, B. Reimann-Str. 8

Im Jahr 1956 erschien die Erzählung „Die Frau am Pranger“, eine Geschichte die sich während des zweiten Weltkrieges in der Magdeburger Börde zugetragen hatte. Es war der erste literarische Erfolg der 23-jährigen, die bisher kleine Erzählungen für Zeitungen schrieb. Die Autorin Brigitte Reimann wurde damit in der DDR und darüber hinaus bekannt. Ihre Jugendfreundin Irmgard Weinhofen berichtet von der Entstehung, den Hintergründen und der Wirkung dieses Erstlingwerkes.

417ujq5wshL._SX314_BO1,204,203,200_

 

August

 

„Geschichten von hier und heute“

Texte und Lieder aus und von der Lausitz

Sonntag, 05. August 2018, 11 Uhr, Energiefabrik Knappenrode

vorgetragen von Angela Potowski und Helene Schmidt (Hoyerswerdaer Kunstverein e. V.)

u.a. von Volker Braun, Ralph Giordano; Jurj Koch; Jan Kasper; Jan Skala; Kito Lorenc; Erich Loest; Irina Liebmann; Brigitte Reimann; Siegfried Pitschmann; Konrad Zuse; Christian Völker-Kieschnick singt zur Gitarre Lieder von Gerhard („Gundi“) Gundermann

024

 

„Sieben Reiter verließen die Stadt“

Donnerstag 16. August 2018, 19 Uhr Schloss Hoyerswerda

Uwe Jordan stellt den Roman des französischen Schriftstellers Jean Raspail vor. Jean Raspail (1925 geboren). Der französische Schriftsteller fordert mit seinen seit 1952 erscheinenden mehr als 20 Büchern, Diskussionen heraus. Seine Kenntnisse sammelte er auf zahlreichen Weltreisen, z.B.  von Kanada nach New Orleans, von Feuerland nach Alaska. 1954 unternahm er eine Expedition auf den Spuren der Inka und 1954 sein Buch „Die Völker der Inka“. 1973 erschien sein Buch „Heerlager der Heiligen“. 1981 war Raspail Generalkonsul in Patagonien. 1999 setzte er sich gegen den Krieg in Serbien mit dem Aufruf „Europäer wollen Frieden“ ein. Sein Buch „Sieben Reiter verließen die Stadt“ erschien 2013, es wird als das bedeutendste Buch des Autors angesehen. Raspail  erhielt mehr als 20 Auszeichnungen, darunter von der Academie francaise.

Download

 

Schein und Sein – Kunst und Wirklichkeit

Wie Historienbilder der Museen Geschichte erzählen

Power-Point-Vortrag von Christine Neudeck

Donnerstag, 30. August 2018, 19 Uhr Schloss Hoyerswerda

Der Vortrag folgt mit Wort und Bild der Geschichte Sachsens und deren zahlreichen Zeugnissen in Schlössern, Museen und Galerien. Dabei zeigen sich nicht nur die unzähligen Verflechtungen, Trennungen, sondern auch Eitelkeiten und Herabsetzungen, eben Leben wie es der Alltag kennt. Wichtig ist der Referentin aber auch der Blick des kritischen Betrachters heute, da er Eitelkeiten zeigt, wohl aber auch kleine Gehässigkeiten. Eines ist gewiss, er regt an, über Geschichte und Gegenwart und deren oft sehr divergierenden Sichtweisen in der Gegenwart diskutieren.

sachsen

 

Grenzgänger – Hoyerswerdaer Gespräche

„Die Sprache von Gibraltar“

Björn Kuhligk, Berlin, stellt sein neuestes Buch vor

Moderation: Mirko Schwanitz

Donnerstag, 31. August 2018, 10/19 Uhr, L. Focoult-Gymnasium/Schoss Hoyerswerda

Der Autor Björn Kuhligk wurde 1975 in Berlin geboren. Er gehört der Poetry-Slam-Bewegung an, hat bereits den Open Mike-Wettbewerb gewonnen, Schreibt Mirko Schwanitz. „Er veröffentlichte Lyrik und Prosa in mehreren Einzeltiteln soewie zahlreiche Anthologien, literarischen Kalendern und Literaturzeitschriften. Von 1996 – 1999 veranstaltete er mit HEL. die Lesereihe „Die Schwarzleserey“. Von 2002 – 2006 war er Redakteur der Berliner Zeitung für Prosa und Lyrik „lauter niemand“. Gemeinsam mit Tino Schulz verlegte er von 1997 – 1999 die Edition minotaurus. Kuhligk ist Mitherausgeber von repräsentativen Lyrik-Sammelbänden, die die Szene der jungen Lyrik im deutschen Sprachrraum vorstellen. Von 2006 – 2009 leitete er die Lyrik-Werkstatt open poems der Literaturwerkstadt Berlin. Er ist Mitglied imPEN-Zentrum Deutschland. Björn Kuhligk lebt und arbeitet in Berlin. “ (Internet) Für das Buch, das er bei uns vorstellt reiste er nach Spanien und Melilla, um die Fluchtbewegungen in Nordafrika zu sehen. Björn Kuhligk zählt zu den gefragten jungen Autoren unserer Zeit.

index

 

September

 

Stadt und Literatur

Interdisziplinäre Konferenz zum 85. Geburtstag von Brigitte Reimann

Donnerstag, 05. – 08. September 2018 Burg/b. Magdeburg

Gestaltet wird die Konferenz von der Brigitte Reimann-Gesellschaft in Kooperation mit der Vereinigung für Stadt-, Regional-und Lebensplanung SRL e.V.

Zur Debatte stehen folgende Fragen: Was sagt uns Reimanns städtebaulicher Diskurs heute? Wie gehen Städteplaner/innen mit dem Erbe der „sozialistischen Stadt“ um und welche Perspektiven haben sie heute für Reimanns Postulat der „heiter lebendigen Straße“? Welchen Blick hat die Gegenwartsliteratur auf Stadt und das städtische Leben? und wie reagieren beide Disziplinen auf ein zunehmendes Interesse am „Gegenteil von Stadt“, Land, Provinz, Dorf?

Voranmeldungen ab sofort möglich unter: newsletter@brigittereimann.de

Image28

 

Musikalisch-literarisches Matinee

„Ich habe ein Sternschnüppchen gepflanzt“

Mit Ringelnatz auf dem Dachsims

Sonntag, 09. September 2018, 11.15 Uhr, Schloss Hoyerswerda

 

Das Trio Ringelnatz, das sind die Berliner Musikerinnen. Heidemarie Wiesner (Klavier) und Waltraut Elvers (Bratsche/Geige), sowie der Rezitator Detlef Seydel , wird die Matinee-Besucher in heiterer Weise durch den Sonntag Mittag führen. Hans Bötticher (das ist sein eigentlicher Name – Ringelnatz nannte er sich ab 1919), 1883 in Wurzen/Sachsen geboren, ging – vom Gymnasium verwiesen – als Schiffsjunge zur See und war auf allen Weltmeeren zu Hause. 1909 wurde er zum Hausdichter der Künstler-Kneipe„Simplicissimus“ in München befördert, diente 1914-18 bei der Kriegsmarine und schlug sich danach oft arbeitslos durch die Jahre, trat aber bald in Kabaretts und Theatern mit eigenen Texten auf – als reisender Artist. Weniger dürfte er der Allgemeinheit als bildender Künstler, der seine Welt malte, bekannt geworden sein. Ringelnatz starb mit 51 Jahren in Berlin, nach einem vergeblichen Versuch, seine Tbc-Erkrankung in Waldhaus Sommerfeld auszukurieren. Das Trio Ringelnatz wird den Dichter, tierfreundlichen Philosophen und kinderanstiftenden Humoristen begleiten, in Eile auf seinen Reisen mit dem Flugzeug oder der Bahn, zu Vortragsbühnen der 20er Jahre, ihn über seine eigene Spucke sinnieren lassen, mit ihm in die Lüfte steigen und ihn von oben auf Schornsteinrußgeschminktes herunterwinken lassen. Unter einen Fallschirm kriegt es ihn nicht, wohl aber auf einen Dachsims, auf dem er dann prompt Sternschnüppchen pflanzt.

trio ringelnatz (Fotoausschnitt von Olga Posth)

 

„Die Dritte Hälfte“

Donnerstag, 13. September 2018, 19 Uhr Schloss Hoyerswerda

Uwe Jordan stellte das Schaffen und den Roman aus dem heutigen China vor. Die Schriftstellerin Ling XI wurde 1972 in Chonqing geboren, studierte Literaturwissenschaften in Wuhan und Shanghai, seit 1998 Finanzwirtschaft in Paris. Dort lebt und arbeitet sie seither in einem großen Konzern. Im Jahr 2010 erschien ihr erster Roman „Die drei Hälften“ in französischer Sprache. Die Autorin erzählt über das schwierige Nebeneinander alter Traditionen und moderner Entwicklungen. Sie erzählt von den Auswirkungen der Mao-Zeit, in denen Qualifizierung in technischen Fächern ebenso wenig galt wie traditionelles Heiraten, oder die Wertsysteme uralter Gesellschaften auf den Kopf gestellt werden sollten. Das Buch schildert den Umbruch einer Gesellschaft auf ideologischer Basis,- spannend erzählt. Katharina Borchard, die Rezensentin in der Neuen Züricher Zeitung meint; „Dass Chinesen ihre Geschichte nur mit einem Lachen ertragen können“. Sie erzählt „dabei auch ein politisches Panorama der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert“ und läßt in das frühe 21. Jh. blicken. Ein Buch voller Überraschungen, das uns ein riesiges Land sehen lehren und das seiner Geistes-Schicht.

513bw8nO2FL._SX319_BO1,204,203,200_

 

Besuch des Museums Barberini – Führung durch F. Beckmann-Ausstellung Nikolaikirche

Bootsfahrt über die Potsdamer See

Sonntag, 16. September 2018, 5.30 Uhr – 18 Uhr

(Anmeldung beim Vorstand bis 31.08.2018)

Barberini-1024x532

 

Oktober

 

Seperate Realms

Neue Musik für Klarinette, Bassklarinette und Klavier

Sonntag, 03. Oktober 2018, 16 Uhr, Schloss Hoyerswerda

 

Das Trio Bärmann- Frankfurt a.M. – spielt neue Werke aus Berlin, Sachsen und Thüringen

Stefan Lienenkämper: Trio für Klarinette, Bassetthorn und Klavier (1917-1918) UA

Gabriel Iranyi: Anamorphosen III für 2 Klarinette und Klavier (2017-2018) UA

Christian F.P. Kram: Cercando für Klarinette und Klavier (2008)

Knut Müller: Fene für Klarinette und Klavier (2009)

Susanne Stelzenbach: Trio für 2 Bassklarinetten und Klavier (2017-2018) UA

Thomas Stöß: N.N. (2017-2018) UA

Johannes Hildebrandt: Trio (2017-2018) UA

Peter Helmut Lang: Lichtspiele für Klarinette/Bassklarinette (2018) UA

(UA= Uraufführung)cropped-23_Bärmann-Trio

 

Sächsischer Literaturpreis 2018

Roza Domascyna

Dienstag, 23. Oktober, 19.30 Uhr Schloss Hoyerswerda

Verleihung durch Dr. E. M. Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

090

 

November

Frauen-Menschen-Bilder des Alten Testaments der Bibel -aus heutiger Sicht betrachtet

Vortrag von Erich Busse, Dresden

Dienstag, 06. November 2018, 19 Uhr, Schloss Hoyerswerda

Das Alte Testament der Bibel zählt mit seinen Berichten, Geschichten, seinen Chroniken und Liedern zu den literarischen Zeugnissen der Weltliteratur, die nahezu aus drei Jahrtausenden menschlichen Denkens, Glaubens und Erzählens berichten. Erich Busse folgt den Darstellungen von Frauen, denen eigene Bücher gewidmet wurden, oder in anderen genannt werden, von deren Haltungen berichtet wird und von deren Entscheidungenviel abhing. Die Weltliteratur wurde in allen Zeiten durch Erzählweise aber auch durch die Vielfalt der charaktere, die sowohl Charme, Poesie und Klugheit, aber auch Entscheidungsfreude und tatkräftiges Mitgestalten zeigten, beeinflusst und angeregt.

817090

 

Musikalisch- literarisches Matinee

mit dem Holzbläser Trio Angela Ladewig, Petra Voigt, Sabine Kegel

Sonntag, 11. November 2019, 11.15 Uhr, Schloss Hoyerswerda

164

 

Grenzgänger Projekt

Die Schriftstellerin Olga Martynova, Frankfurt/Main liest und diskutiert

„Über die Dummheit der Stunde“

Moderation: Mirko Schwanitz; Berlin

mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung

Freitag, 16. November 2018, 10 Uhr L.-Focoult-Gymnasium, 19 Uhr Schloss Hoyerserda

Olga Martynova veröffentlichte nach drei Romanen, für deren jeden sie Preise erhielt, den Essay-Band „Die Dummheit der Stunde“. Was verändert sich denn gerade in Deutschland, in Europa, weltweit? Kann Literatur überhaupt etwas zur Erkenntnis der Gegenwart beitragen? Welche Rolle spielt die Vergangenheit dabei? Und sollte die Literatur wieder politischer werden? Olga Martynova reist ins heutige Jerusalem und zurück in die Sowjetunion der 80er Jahre. Sie trifft Künstler und Intellektuelle in ihrer Heimatstadt St. Petersburg und auf der Krim, und immer wieder wirfst sie die Frage auf, wie Literatur mit den Schrecken der Zeit und der Tragik des Lebens umgeht? Im Reisegepäck hat sie dabei Autoren wie Joseph Brodsky und Paul Celan, Ossip Mandelstam und Ovid. Olga Martynovas Essays sind hellwach und hoch reflektiert. Es sind literarische Grenzgänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit sensible Momentaufnahmen einer unruhigen Welt. Olga Martynova, 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien geboren, wuchs in Leningrad auf und studierte dort russische Sprache und Literatur. 1991 zog sie nach Deutschland. Sie schreibt Gedichte (auf Russisch) Essays und Prosa (auf Deutsch). Mit ihrem Romandebüt „Sogar Papageien überleben uns“ (2010) kam sie auf die Longlist des Deutschen Buchpreises und auf die Shortlist des aspekte-Literaturpreises. 2011 erhielt sie den Adalbert-von-Chamisso Förderpreis und den Roswitha-von-Gandersheim-Preis. Für ein Kapitel aus ihrem Roman „Mörikes Schlüsselbein“ gewann sie 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2015 erhielt sie den Berliner Literaturpreis und hatte die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der FU Berlin inne. 2016 erschien ihr dritter Roman „Der Engelherd“. Olga Martynova lebt mit ihrem Mann Oleg Jurjew in Frankfurt am Main.

olga-martynova-tickets-2018-222x222

 

„Fürst Pückler und sein Verhältnis zu den Religionen“

Power-Point-Vortrag von Volkmar Herold und Christian Friedrich

Fürst Pückler-Park, Schloss und Museum Branitz

Mittwoch, 28. November 2018, 19 Uhr, Schloss Hoyerswerda

Über die Lebens- und Glaubenshaltungen des Fürsten Pückler bestehen bereits seit seiner Lebenszeit unterschiedliche Berichte und Vermutungen. Da er ein „Freigeist“ war, der an allen Glaubens und Denkhaltungen Interesse zeigte, gibt es die unterschiedlichsten Deutungen und Berichte. Die beiden Referenten arbeiteten als Historiker seit Jahrzehnten in den Archiven des Branitzer Schlosses und anderen Sammlungen. Sie werden die neuesten Erkenntnisse, Entdeckungen und die verläßlichen Nachrichten über den Weltreisenden vortragen und sich dem Gespräch stellen.

bf68d7920ed5f0a1

 

Dezember

Wo Brigitte Reimann wohnte und wie sie arbeitete

Gespräch mit dem Verein „Helle Planke e.V.“ Berlin

Sonntag, 02. Dezember 2018, 12 Uhr, Brigitte Reimann-Begegnungsstätte, B. Reimann-Str. 8

Die Berliner Gäste beschäftigen sich mit den in der DDR Zeit geschaffenen Wohnungen. Ein besonderer Aspekt liegt auf der Wohnung, in der Brigitte Reimann und Siegfried Pitschmann seit Januar 1960 wohnten und Brigitte Reimann bis November 1968 nahezu alle ihrer bekannten Bücher schrieb. Die Begegnungsstätte mit ihrem Namen bildet diese Einrichtung nach. Der Kunstverein gestaltete dort – ganz in Erinnerung und dem Anliegen der einstigen Gesprächspartnerin folgend – Lesungen und Gedankenaustausch. Die Gäste werden mit der Lebens- und Denkensweise der Schriftstellerin bekannt gemacht. Zeitzeugen berichten aus jener Zeit und der Arbeit im Kombinat Schwarze Pumpe.

Photo0465

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: