Aktuelle Veranstaltungen 2017

Hoyerswerda auf Brigitte Reimanns Spuren neu entdecken

Am Dienstag, 23. Mai 2017, um 10.30 Uhr besuchen Dresdener, die einst als junge Bürger von Hoyerswerda den Aufbau der Neustadt miterlebten, ihre einstige Heimat. Ein Ziel ist die Brigitte Reimann-Begegnungsstätte. Ein Spaziergang durch die Stadt mit dem Hoyerswerdaer Kunstverein auf den Spuren der Schriftstellerin, die in vielen Ländern und Sprachen immer wieder neu Interesse an unserer Stadt weckt, schließt sich an.

Der Spaziergang beginnt vor der Liselotte Herrmann Str. 20. In diesem Haus wohnte die Schriftstellerin neun Jahre ihres kurzen Lebens. Hier schrieb sie die meisten ihren Bücher, erzählte von der Stadt, wie sie erbaut wurde, von der Zeit und den Menschen, die hier aus allen Himmelrichtungen zusammen kamen, miteinander lebten und arbeiteten. Zeitzeugen erinnern sich an jene Jahre, in denen eine eigene Aufbruchsstimmung herrschte.

Vor 60 Jahren wurde der Grundstein für die Neustadt gelegt. Dies war bautechnisch, architektonisch und städtebaulich ein Versuch, den nicht nur Fachleute dieser Gebiete zu bewältigen hatten, sondern auch die Bewohner. Die junge Schriftstellerin Brigitte Reimann gehörte dazu und hielt in ihren Büchern diese Atmosphäre in der Weise fest, dass sie auch heute junge Menschen anregt, über die vor ihnen stehenden Aufgaben neu und einfallsreich nachzudenken. Beim Spaziergang mit den Texten dieser Schriftstellerin werden die Stadt und ihre Geschichte immer wieder zum Thema.

Da wird von Prof. Richard Paulick und Rudolf Hamburger, die beide in Shanghai tätig waren, zu sprechen sein, von Jens Ebert, der die Lausitzhalle erbaute und von den Künstlern um Jürgen von Woyski, die mit den zahlreichen Kunstwerken diese Stadt schmückten.

Brigitte Reimanns Bücher sind Ausgangspunkt und Ziel. Hoyerswerda ist nicht nur literarischer Ort, sondern erlebbare Wirklichkeit, der Spaziergang lädt auch zum Nachdenken über zukünftige Wege ein.

Bei unfreundlichem Wetter bietet die Brigitte Reimann-Begegnungsstätte Gelegenheit zum Plaudern bei Tee oder Kaffee.

Kann eine Stadt gastfreundlicher sein?!

Alle Interessenten sind herzlich willkommen.

Martin Schmidt

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